Das Winterhäuser Kalenderblatt

Seit 2010 gibt es einmal im Monat im Winterhäuser Teil des Mitteilungsblattes das Kalenderblatt, in dem aus der interessanten, wechselvollen Geschichte unseres Ortes erzählt wird. Die Tradition soll auch fortgesetzt werden, allerdings unter anderer Überschrift: Aus dem Archiv erzählt.

Der Hauptgrund für die Änderung ist die Tatsache, daß das Gemeindearchiv nach dem Umzug aus dem Haus der Ortsgeschichte in den Bauhof im Jahre 2013 inzwischen vollständig erschlossen wurde. Erst jetzt wissen wir, welche historischen Schätze die Gemeinde ihr eigen nennt. Und aus diesem Fundus wird künftig auch bei den Archiverzählungen vor allem geschöpft werden können.

Bei dieser Gelegenheit scheint es angebracht, ein paar Worte über das Archiv selbst zu sagen. Es besteht aus über 2500 Dokumenten, das älteste ist vom 10. September 1471 und betrifft die Hinterlassenschaft eines Bürgers. Es gibt natürlich noch viel ältere Dokumente mit Bezug zu Winterhausen, zurück bis 1142, aber die befinden sich leider in anderen Archiven.

Das Jahr 1700 bildet eine Zäsur. Aus der Zeit vorher sind nur 26 einzelne Archivalien im Gemeindearchiv vorhanden; sie betreffen fast ausschließlich die Rechte der Gemeinde: Fischrechte, Fähre, Mühle und Pflasterzoll. Erst ab 1700 setzt eine kontinuierliche Überlieferung ein mit Bürgermeisterrechnungen, Ratsprotokollen und vielem anderen.

Es ist interessant zu sehen, daß nicht nur administrative Vorgänge, sondern auch die Probleme und Nöte des Alltagslebens sowie die Angelegenheiten einzelner Einwohner in den Dokumenten ihren Niederschlag finden. So kann man auch das Werden und Vergehen wichtiger Winterhäuser Familien verfolgen.

Interessenten an Archivinformationen zu Personen und Sachverhalten können sich gern an den Archivbeauftragten wenden. Einzelheiten dazu sowie ein Findbuch zu den Archivdokumenten kann man auf der Netzseite der Gemeinde Winterhausen  finden:

Einrichtungen Gemeinde > Gemeindearchiv

bzw. unter
www.winterhausen.de/einrichtungen-gemeinde/gemeindearchiv/